Das Unheimliche (1919) *
| Aberglauben | 261 |
| abgrenzen | 259 ... abgegrenzt hat. |
| Affekt | 263 dass jeder Affekt e. Gefühlsregung, gleichgültig v. welcher Art ... |
| Allmacht d. Gedanken | 263 |
| Ambivalenz | 255 (Fn) Vater u. Copelius, die durch Ambivalenz in zwei Gegensätze zerlegte Vaterimago. |
| Angst | 263 dass jeder Affekt e. Gefühlsregung, gleichgültig v. welcher Art ..., durch die Verdrängung in Angst verwandelt wird. [allg. Formulierung d. ersten Angsttheorie]. |
| Animismus | 263 u. Magie [Totem u. Tabu] 263 individuelle Entwicklung u. Animismus d. Primitiven |
| Ästhetik | 243 der Psychoanalytiker verspürt nur selten den Antrieb zu ästhetischen Untersuchungen ... hat mit den zielgehemmten, gedämpften von so vielen begleitenden Konstellationen abhängigen Gefühlsregungen, die zumeist der Stoff d. Ästhetik sind wenig zu tun. 254 [Literatur] so müssen wir ihm darin nachgeben u. diese Welt seiner Voraussetzung für d. Dauer unserer Hingegebenheit wie e. Realität behandeln. |
| Beachtungswahn | 258 |
| Blick, böser | 262 Neid auf sie projiziert ... verrät man durch d. Blick. |
| Dämonen | 266 |
| Doppelgänger | 258 „energische Dementierung d. Macht d. Todes“, „unsterbliche“ Seele der erste Doppelgänger des Leibes 259 Anstössiger Inhalt kann dem Doppelgänger einverleibt werden, ebenso alle unterbliebenen Möglichkeiten d. Schicksalgestaltung 259 als etwas Fremdes aus d. Ich hinausprojiziert [projektive Identifizierung]. |
| Etymologie ² | 245 Wortgebrauch |
| feminine Einstellung | 256 Olimpia ..., Materialisation von Nathaniels femininer Einstellung zu seinem Vater in früher Kindheit |
| freier Wille | 259 Illusion des freien Willens |
| Gewissen ¹ | 258 |
| Ich, das | 255 Entzweiung ... Gegensätzlichkeit zw. d. Ich u. dem unbewussten Verdrängten. |
| Ich-Gefühl | 259 [Psychopathologie] [Ersterwähnung] Regression in Zeiten, da das Ich s. noch nicht scharf v. d. Aussenwelt u. von den anderen abgegrenzt hat. |
| Ich-Kritik | 258 Fn. |
| Ich-Psychologie | 258 Fn. |
| Ichstörungen | 259 [Ersterwähnung] [Psychopathologie] |
| Identifizierung | 257 so dass man an seinem Ich irre wird ... [Ichstörungen, Depersonalisation] |
| Instanz | 258 im Ich bildet s. langsam e. besondere Instanz heraus, welche s. dem übrigen Ich entgegenstellen kann, die der Selbstbeobachtung u. d. Selbstkritik dient, die Arbeit d. psychischen Zensur leistet [vgl. zur Einführung d. Narzissmus]. 258 Entzweiung d. Ich-Psychologie angehörig, zw. der kritischen Instanz u. d. Ich-Rest vor. |
| Kastrationsangst | 254 Studium d. Träume, d. Phantasien u. Mythen ... Angst um d. Augen ... Ersatz f. die Kastrationsangst ist. 254 Selbstblendung ... Ödipus 255 Ersatzbeziehung ... zw. Auge u. männlichem Glied. 255 die Drohung, das Geschlechtsglied einzubüssen. |
| Kastrationskomplex ¹ | 255 grossartige Rolle in ihrem Seelenleben. 255 Tode des Vaters in innigster Beziehung. 255 der Sandmann jedesmal als Störer d. Liebe. 258 Kastration, Traumsprache: durch Verdoppelung od. Vervielfältigung d. Genitalsymbols. 258: Kastration u. Vernichtung |
| Komplex | 256 Olimpia ist ... e. von Nathaniel losgelöster Komplex |
| Kulturmensch | 271 Überzeugungen des Kulturmenschen befinden, als ein - mehr od. weniger vollkommenes - Überwundensein bezeichnen. |
| Leib/Seele | 258 |
| Magie | 263 |
| Mana | 263 |
| Märchen | 261 kein echtes Märchen ... indem irgendetwas Unheimliches vorkäme. 272 in der Welt der Märchen sollen Angstgefühle ... überhaupt nicht erweckt werden. |
| Mythologie | 262 ihr Sinn ist mythologisch verschleiert |
| Narzissmus, primärer | 258 uneingeschränte Selbstliebe, welche das Seelenleben des Kindes wie des Primitiven beherrscht. |
| narzisstische Liebe | 256 (Fn) |
| Nebenmensch | 266 |
| Neid | 263 |
| Pathographie ² | 256 (Fn) |
| Phantasie | 259 u. Doppelgänger 266 vom Leben im Mutterleib 271 das Reich d. Phantasie hat ... Voraussetzung s. Geltung, dass sein Inhalt von der Realitätsprüfung enthoben ist. |
| Pietät | 265 und ambivalente Gefühlseinstellung zum Toten |
| Psychoanalyse | 266 die s. mit der Aufdeckung dieser geheimen Kräfte beschäftigt, vielen Menschen darum selbst unheimlich geworden ist. |
| Realität | 263 Einspruch d. Realität [vgl. Verdikt d. Realität] |
| Realität, materielle | 267 270 handelt s. hier also rein um e. Angelegenheit der Realitätsprüfung, um e. Frage d. materiellen Realität. 271 beim Unheimlichen aus infantilen Komplexen kommt die Frage d. materiellen Realität gar nicht in Betracht, die psychische Realität tritt an deren Stelle. 273 Dichtung, die sich auf den Boden der materiellen Realtität stellt ... 273 fiktive Realitäten. |
| Realität, psychische | 267 [Ersterwähnung] 271 beim Unheimlichen aus infantilen Komplexen kommt die Frage d. materiellen Realität gar nicht in Betracht, die psychische Realität tritt an deren Stelle. |
| Realitätsprüfung | 270 handelt s. hier also rein um e. Angelegenheit der Realitätsprüfung, um e. Frage d. materiellen Realität. |
| Selbstbeobachtung | 258 das übrige Ich wie e. Objekt behandeln kann. |
| Shakespeare | 254 Hamlet, Macbeth, ... Sturm, Sommernachtstraum |
| Spaltung | 255 der eine droht mit der Blendung, der andere, der gute Vater 256 der Vater-Imago |
| Summationseffekt ² | 256 |
| Symbol | 267 |
| Telepathie | 257 |
| Tod | 264 Leichen, Wiederkehr d. Toten, Geister, Gespenster 264 Stärke unserer ursprünglichen Gefühlsreaktionen u. die Unsicherheit unserer wissenschaftlichen Erkenntnis 264 das notwendige Schicksal jedes Lebewesens od. nur e. regelmässiger, vielleicht aber vermeidbarer Zufall innerhalb d. Lebens. 264 der Satz: alle Menschen müssen sterben ... keinem Menschen leuchtet es ein.... Unser Unbewusstes hat jetzt so wenig Raum wie vormals für d. Vorstellung unserer eigenen Sterblichkeit 265 da fast alle von uns in diesem Punkt noch so denken wie die Wilden, ... 265 der Tote sei zum Feind d. Überlebenden geworden. |
| Übersetzung | 245 dass vielen Sprachen e. Wort für diese besondere Nuance d. Schreckhaften abgeht [étrange étrangeté] |
| Unheimliche ¹, das | 243 innerhalb des „Ängstlichen“ ein Unheimliches zu unterscheiden 244 d. Unheimliche sei jene Art d. Schreckhaften, welche auf das altbekannte, längst vertraute zurückgeht. 244 ob er (d. Dichter) uns in die reale Welt od. in eine ihm beliebige, phantastische Welt einführen wird. 245 versuchen darum, über die Gleichung unheimlich = nicht vertraut hinauszugehen. 245 dass vielen Sprachen e. Wort für diese besondere Nuance d. Schreckhaften abgeht. 248 aus diesem langen Zitat ..., dass das Wörtchen heimlich ... auch e. Zeit, in der es mit seinem Gegensatz unheimlich zusammenfällt. Das Heimliche wird dann zum Unheimlichen. 248 zwei Vorstellungskreisen zugehört, die, ... einander doch recht fremd sind, dem des Vertrauten, Behaglichen und dem des Versteckten, Verborgengehaltenen. 248 Schelling: unheimlich sei alles, was e. Geheimnis, im Verborgenen bleiben sollte u. hervorgetreten ist. 250 unheimlich ist irgendwie e. Art v. heimlich. 250 dass man d. Leser im Ungewissen darüber lässt, ob er in e. bestimmten Figur e. Person od. etwa e. Automaten vor sich habe. 253 dass e. intellektuelle Unsicherheit im Sinne von Jentsch mit dieser Wirkung nichts zu tun hat. 256 des Sandmannes auf die Angst d. kindlichen Kastrationskomplexes zurückzuführen ... 256 e. infantiles Moment für d. Entstehung d. unheimlichen Gefühls in Anspruch zu nehmen. 257 unheimlich wirkende Motive: Doppelgängertum ... Telepathie ... Identifizierung ... Ichverdoppelung, Ichteilung, Ichvertauschung ... Wiederkehr des Gleichen. 261 wie d. Unheimliche d. gleichartigen Wiederkehr aus d. infantilen Seelenleben abzuleiten ist... 261 dass dasjenige als unheimlich verspürt werden wird, was an diesen inneren Wiederholungszwang mahnen kann. 265 bedarf jetzt nur noch weniger Ergänzungen, denn mit dem Animisus, der Magie u. Zauberei, der Allmacht der Gedanken, der Beziehung zum Tode, der unbeabsichtigten Wiederholung u. dem Kastrationskomplex haben wir den Umfang d. Momente, die das Ängstliche zum Unheimlichen machen, so ziemlich erschöpft. 267 wenn d. Grenze zw. Phantasie u. Wirklichkeit verwischt wird ... wenn e. Symbol die volle Leistung u. Bedeutung d. Symbolisierten übernimmt. 267 Überbetonung d. psychischen Realität im Vergleich zur Materiellen. 267 das Unheimliche ist also auch in diesem Fall ( des weiblichen Genitales) das ehemals Heimische, Altvertraute. Die Vorsilbe „un“ an diesem Wort ist aber die Marke d. Verdrängung. 264 nichts Neues od. Fremdes, sondern etwas d. Seelenleben Vertrautes, das ihm nur durch d. Prozess d. Verdrängung entfremdet worden ist. Schelling: das Unheimliche, was im Verborgenen hätte bleiben sollen u. hervorgetreten ist. 265 Magie, Zauberei, Allmacht d. Gedanken. 269 deuten diese Momente nicht auf d. Rolle d. Gefahr bei der Entstehung d. Unheimlichen ... 269 e. Unterschied zu machen zw. dem Unheimlichen, das man erlebt, und dem Unheimlichen, das man s. bloss vorstellt od. von dem man liest. 269 das Unheimliche des Erlebens. 270 Angst vor d. „Unheimlichen“. 271 anders verhält es s. mit d. Unheimlichen, das von verdrängten infantilen Komplexen ausgeht, vom Kastrationskomplex, der Mutterleibsphantasie u.s.w. 271 das Unheimliche d. Fiktion ... weit reichhaltiger als das Unheimliche d. Erlebens. 272 der Urteilsstreit erforderlich ist. 273 aus den überwundenen ... aus verdrängten Komplexen. |
| Urteil | 263 Fn 272 Urteilsstreit |
| Verdrängung | 255 von d. Verdrängung am stärksten betroffenes Stück des Komplexes, der Todeswunsch gegen d. bösen Vater. 271 Wiederkehr d. Verdrängten. 271 Die letztere Ausdrucksweise dehnt wahrscheinlich des Terminus „Verdrängung“ über seine rechtmässigen Grenzen aus. |
| weibliches Genitale | 267 u. Unheimliches |
| Wiederholung d. Gleichen/Gleichartigen | 257 259 269 dient ... in e. Reihe von Fällen anderen und zwar sehr verschiedenen Wirkungen... komischen Gefühls. |
| Wiederholungszwang | 261 [vgl. Erinnern, Wiederholen u. Durcharbeiten] eines v. den Triebregungen ausgehenden Wiederholungszwanges erkennen, der wahrscheinlich v. d. innersten Natur d. Triebe selbst abhängt, stark genug ist, s. über das Lustprinzip hinauszusetzen, gewissen Seiten d. Seelenlebens den dämonischen Charakter verleiht, s. in d. Strebungen des kleinen Kindes noch sehr deutlich äussert u. ein Stück vom Ablauf d. Psychoanalyse d. Neurotikers beherrscht [psychische Destruktivität] |
| Wissenschaftstheorie | 255 diese wie so viele andere Züge d. Erzählung erscheinen willkürlich u. bedeutungslos, wenn man die Beziehung d. Augenangst zur Kastrationsangst ablehnt, und werden sinnreich, sowie man f. den Sandmann d. gefürchteten Vater einsetzt ... 262 ihr Sinn ist mythologisch verschleiert. 264 Notwendigkeit, Zufall (Leben u. Tod) 268 unser Satz verträgt offenbar keine Umkehrung. 269 man könnte zwar sagen, mit jener ersten Feststellung sei das psychoanalytische Interesse am Problem d. Unheimlichen erledigt, der Rest erfodere wahrscheinlich eine ästhetische Untersuchung ... würden wir dem Zweifel das Tor öffnen, welchen Wert unsere Einsicht ... eigentlich beanspruchen darf. 271 darf man s. durch die Vorliebe f. glatte Erledigung u. durchsichtige Darstellung nicht vom Bekenntnis abhalten ... nicht immer scharf zu sondern sind. 271 Verwischung d. Abgrenzungen. |
| Zensur | 258 |
| Zwangsneurose | 262 |
| * sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe" in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982 ¹ Erwähnung "avant la lettre" ² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text |
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