Bemerkungen über die Uebertragungsliebe (1915) *
| Abstinenz | 224 die Kur muss in d. Abstinenz durchgeführt werden; ich meine damit nicht nur die körperliche Entbehrung, auch nicht d. Entbehrung v. allem, was man begehrt, denn dies würde vielleicht kein Kranker vertragen. Grundsatz: Bedürfnis u. Sehnsucht als zur Arbeit u. Veränderung treibende Kräfte bestehen lassen u. s. hüten muss, dieselben durch Surrogate zu beschwichtigen. |
| agieren | 225 etwas zu agieren, im Leben zu wiederholen, was sie nur erinnern, als psychisches Material reproduzieren u.auf psychischem Gebiet erhalten soll. |
| bewusst | 229 jenes Mehr v. seelischer Freiheit erwerben, durch welches s. die bewusste Seelentätigkeit - im systemischen Sinn - von d. ubw unterscheidet. |
| Deutung | 219 bangt wohl zuerst vor den Schwierigkeiten, welche ihm die Deutung der Einfälle des Patienten ... bereiten werden. |
| Diskretion, ärztliche | 219 c224 die analytische Kur, sollte in d. Entbehrung durchgeführt werden, weit über den hier betrachteten Einzelfall hinausreicht und eingehenden Diskussion bedarf, |
| Ethik | 223 223 weil ich überdies hier die Moralvorschrift auf ihren Ursprung, d.h. auf Zweckmässigkeit zurückführen kann. 224 darin (Wahrhaftigkeit) liegt ein gutes Stück ihrer erziehlichen Wirkung u. ihres ethischen Wertes. 228 f. den Arzt vereinigen sich nun ethische Motive mit den technischen ... will nicht behaupten, dass es dem Arzt immer leicht wird, sich innerhalb d. von Ethik u. Technik vorgeschriebenen Schranken zu halten. |
| Freiheit | 229 Mehr v. seelischer Freiheit |
| furor sanandi | 230 |
| Gegenübertragung | 220 bereitliegende Gegenübertragung |
| Ich | 223 mit Ueberwindung des animalischen Anteils an ihrem Ich die analytische Arbeit fortsetze. Der Versuch, s. in zärtliche Gefühle gegen d. Patientin gleiten zu lassen, nicht ganz ungefährlich. |
| Knödelfrauen ² | 226 von elementarer Leidenschaftlichkeit, welche keine Surrogate verträgt, die das Psychische nicht für das Materielle nehmen wollen, die nach des Dichters Worten nur zugänglich sind für "Suppenlogik mit Knödelargumenten". ... Man muss s. erfolglos zurückziehen. |
| Kulturmensch, idealer | 219 für den wohlerzogenen Laien |
| Liebesübertragung | 226 [Uebertragungsliebe] behandelt sie als etwas Unreales.... das Verborgenste d. Liebeslebens des Kranken d. Bewusstsein u. damit d. Beherrschung zuzuführen. 228 Uebertragungsliebe. |
| Lustprinzip | 229 Ueberwindung d. Lustprinzips |
| Neuauflage | 227 |
| Objektwahl | 227 infantile Objektwahl u. der sie bindenden Phantasien. |
| Psychotherapeut | 230 der analytische Psychotherapeut |
| Rachsucht | 227 |
| Sexualleben | 230 die sie beherrschende Ueberschätzung d. Sexuallebens. |
| Sexualverdrängung | 226 nicht aufgehoben, bloss in d. Hintergrund geschoben ... infantile Begründungen ihrer Liebe. |
| Technik | 230 wissenschaftliche Technik |
| Uebertragung | 219 die einzig wirklich ernsthaften Schwierigkeiten bei der Handhabung der Uebertragung anzutreffen sind. |
| Uebertragungsliebe | 228 1. durch d. analytische Situation provoziert, 2. durch d. diese Situation beherrschenden Widerstand in die Höhe getrieben 3. sie entbehrt in hohem Grade der Rücksicht auf die Realität. |
| Versicherungsvertreter | 225 |
| Wahrheit ² | dass d.psychoanalytische Behandlung auf Wahrhaftigkeit aufgebaut ist. |
| Widerstand | 220 dass, alles was die Fortsetzung der Kur stört, eine Widerstandsäusserung sein mag. ... Auftreten der stürmischen Liebesforderung hat der W. unzweifelhaft einen grossen Anteil. 222 die Verliebtheit ist also längst dagewesen, aber jetzt beginn d. Widerstand s. ihrer zu bedienen. 223 dass der W. als agent provocateur die Verliebtheit steigert und die Bereitwilligkeit zur sexuellen Hingabe übertreibt. 227 in der Erscheinungsform d. Verliebtheit ... Anteil des Widerstandes an der Uebertragungsliebe ist unbestreitbar und sehr beträchtlich. |
| * sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe" in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982 ¹ Erwähnung "avant la lettre" ² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text |
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