ࡱ> dfcSbjbj22>jPkPkEKmbb&&&&&:84*$:k5NN"pppppp5555555!685&ppppt5f$&&pp%5f$f$f$xp&p&p5f$p5f$f$>3|&&4{u"~34<;50k539f$9$4f$&4ppp:: ::b :  Andr Green psychoanalytisches Denken fr Anwender Seminar 2008/09 Charles Mendes de Leon, Freud Institut Zrich LA MORT DANS LA VIE - Der Tod im Leben - einige Stichworte / Markierungspunkte zum Todestrieb in "La pense clinique", 2002 Editions Odile Jacob, von Andr Green Fr Green bestand nie ein Zweifel an der Ntzlichkeit und dem Wahrheitsgehalt des Freudschen Konzeptes des Todestriebes. Er behandelt hier die grossen Hypothesen von Freud mit dem Versuch, die Kraft der nach innen und aussen gerichteten Destruktivitt, der man sich heute nicht entziehen kann, auf eine neue Art zu verstehen. Freuds grosses spekulatives Argument: Obwohl die Interpretation der klinischen Phnomene vielfltige Interpretationen zulassen und sich nicht unbedingt das Konzept des Todestriebes aufdrngt, hlt Freud an dieser verallgemeinernden Spekulation fest: das Streben des Todestriebes gilt der kompletten Reduktion der Spannung; dies kann im Endeffekt nur mit der Beendigung des Lebens erreicht werden. Jedes Streben des Lebens trachtet nach dem Tod. Freud sagt, damit sei eine biologisch programmierte Orientierung gemeint und nicht etwa Entkrftung der Lebenstriebe. Es handle sich um eine Umkehrung des Weges nicht Leben > Leben, um eine Tendenz, zum anorganischen Zustand zurck zu kehren und alles weitere sei diesem Streben untergeordnet. Green sagt, dass Freuds Biologismus eine Rolle spiele und dessen Konzept an der Grenze zwischen Soma und Psyche sich hier dem Somatischen, d.h. sich dem Tod hingeben zu neige. Green teilt diesen radikalen Biologismus nicht, sondern er will die Klinik erforschen, welche den Zusammenhang zwischen Spannungsreduktion und Autodestruktivitt zeigt. Er will die Hypothese des Todestriebes und seiner Effekte auf die Organisation der Psyche aufzeigen bevor der endgltige Tod eintritt. Green erwhnt die Ideen der Psychosomatiker Pierre Marty schlage vor, das Konzept des Todestriebes zu ersetzen durch ein Konzept der Desorganisation, welche sich gegen die Entwicklung richtet. Dann, wenn die Erregung zu stark ist, desorganisieren sich die psychischen Systeme und Funktionen man sieht hier den Todestrieb am Werk. Klinisch spielt das Thema Destruktivitt eine ausserordentlich wichtige Rolle in der Psychoanalyse. Freud unterscheidet zwischen dem Todestrieb, d.h. der Absicht nach Selbstdestruktion einerseits und dem nach aussen gerichteten Destruktionstrieb, den Aggressionstrieb. Green schlgt vor, den Aggressionstrieb auf den Prozess zu beschrnken, in dem die Destruktivitt nach aussen gerichtet ist. Die Wendung der Destruktivitt nach aussen fhrt zu einer Abnahme der inneren Spannung. Dies ist jedoch illusorisch wegen der dann entstehenden Schuldgefhle. In "Unbehagen der Kultur" behandelt Freud den Verzicht, die Aggressivitt nach aussen zu wenden und diese nach innen zu richten. Der drohende Liebesentzug der Autoritt fhrt zur Identifizierung des Ichs mit dieser Autoritt so konstituiert sich das ber-Ich. Die Aggressivitt des ber-Ichs ist ein Abbild der einstigen realen Beziehung des Ichs mit den Objekten. Dieses Thema wird auch in "Trauer und Melancholie" 1917 von Freud behandelt. In "Die endliche und unendliche Analyse" spricht Freud von einer frei schwebenden Aggressivitt, welche den psychischen Apparat von innen her attackiert, dies im Gegensatz zur Aggressivitt des ber-Ichs. Dies betreffe Patienten, die in ihrer Krankheit gefangen seien und in einer negativen therapeutischen Reaktion verbleiben. Green fragt, ob die Bedrohung durch den Liebesentzug des Objektes vor der Bildung des ber-Ichs stattfinde. Er sagt, wenn die Art der Beziehung der Mutter zu ihrem Kind zu weit entfernt sei von der Kapazitt und der Toleranzfhigkeit des Kindes, werde es Opfer einer destruktiven Reaktion und zwar unabhngig vom Liebesverlust (d.h. anders als bei der Wirkungsweise des ber-Ichs) es gehe um den verzweifelten Versuch, eine unertrgliche Situation zu beenden. In der Periode, in der das Ich und das Objekt noch nicht ausdifferenziert sind, wird die Destruktion gleichzeitig als nach innen und nach aussen gerichtet erlebt. Nach aussen: als Versuch, innere ngste loszuwerden. Nach innen gerichtet wird die Angst und Zerstrung gross. Wenn die Differenzierung zwischen Affekt und Reprsentation nicht mglich ist, gibt es nicht reprsentierbare psychische Zustnde, die sich wiederholen in Form von somatischen Unfllen, Agieren und extremen schwer verstehbaren Situationen im Erwachsenenleben. Ist der von Freud beschriebene Wiederholungszwang (1914) in Aktion, wird das Lustprinzip diesem untergeordnet. Es ist ein Trieb, der gegen die Libido gerichtet ist, mit einem regressiven Charakter. Es handelt sich beim Wiederholungszwang und beim Todestrieb aber nicht um die bekannten Phnomene der Regression, wo sich der Trieb rckwrts wendet hin zur Fixierungsstelle der Libido, sondern um ein Konzept eines Triebes, der zwar einen vorangegangenen Zustand radikal wieder herstellen will, der sich aber ausserhalb der libidinsen Fixierungsstelle befindet, d.h. nicht frhere Formen der Lustgewinnung anstrebt. Bis 1924 beschftigt sich Freud mit der Neurose und der Perversion; nach 1924 in "Das Ich und das Es" und in "Jenseits des Lustprinzips" beschftigt sich Freud mit der Neurose und Psychose, d.h. mit der Beziehung zwischen dem Eros und den destruktiven Trieben. Klinisch werden die Wiederholung, die negative therapeutische Reaktion, das unbewusste Schuldgefhl und der Masochismus beobachtet, Phnomene, welche schwer in der bertragungsneurose zu erklren sind. Bei diesen Phnomenen wird das Ich sehr viel mehr beachtet als bisher. Green fragt sich, ob es fr diese Phnomene andere Erklrungen gibt. Er sagt, dass er unterscheidet zwischen einer Libido fr das Objekt und einer narzisstischen Libido. Ein Schwachpunkt der Freudschen Theorie ist gemss Green nmlich die ungengende Ausarbeitung der Rolle des Objektes. In der Objektbeziehung vereinigen sich die Ambivalenz d.h. die Effekte der Libido und der Destruktivitt, der Liebe und des Hasses. Neben den angeborenen Strukturen des Suglings hat die Reaktion der Mutter grssten Einfluss auf die Kette der psychischen Ereignisse, u.a. auf die Beziehung zwischen Objekt und Subjekt. Die Funktion des Objektes ist es, die Verschrnkung zwischen Libido und Destruktivitt zu begnstigen. Das Auseinanderfallen dieser Verbindung hngt massgeblich von der Antwort des Mutterobjektes ab (Winnicott, Bion, kontemporre Psychoanalyse). An dieser Stelle fasst Green zusammen, wo seine Erkenntnisse denjenigen von Freud entgegenkommen oder aber sich unterscheiden: Green anerkennt die Bedeutung des Antagonismus der zwei Triebe in der letzten Triebtheorie (Lustprinzip versus Todestrieb). Die Idee der Triebmischung und Entmischung, der Bezug zum Masochismus, zum Schuldgefhl und zur negativen therapeutischen Reaktion und zum Dominieren des Wiederholungszwangs unabhngig vom Lustprinzip, anerkennt Green uneingeschrnkt. Hingegen wrde er im Wort Todestrieb den Tod ersetzen durch Destruktion nach innen oder aussen die Idee eines Todestriebes, der um die Spannung komplett zu reduzieren, den anorganischen Zustand anstrebe, lehnt er ab. Er zweifelt an der Entstehungsweise des nach innen gerichteten Triebes; er denkt, dass es sich um eine nicht zustande gekommene Bewegung nach aussen handelt, welche sich nach innen gegen sich selber richtet. Ausserdem zweifelt er am regressiven Charakter dieses Triebes, der sich unabhngig vom Lustprinzip bewegt. Green mchte nun einige klinischen Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Todestrieb festhalten und fragt sich wieder, ob es eine bessere Theorie gbe zur Erklrung dieser Phnomene. 1. Der Todestrieb ist nicht immer aktiv. Ein Kind gross zu ziehen hat zum Ziel, einen Exzess von Frustration (Angst, Schmerz, Wut und andere negative Effekte) zu vermeiden, die Mobilisierung von destruktiven Krften soll verhindert werden. Wenn das mehr oder weniger gelingt, kann ein Konflikt, eine Verletzung fr eine ganze Weile kompromisshaft, mit Hilfe der Abwehr und Verschiebungen oder sogar mit Lustgewinn gelst werden. Durch externe Ereignisse und Konflikte knnen aber die Wunden bloss gelegt werden. Die sexuellen Gewalttter bspw. waren selber Opfer von Misshandlungen durch ihre Eltern. Vielleicht knnen solche misshandelten Erwachsenen spter in Verbindung bleiben mit anderen kostbaren inneren Reserven, welche sie in der Kindheit erworben haben, als Barriere gegen den Wunsch weiter zu zerstren. Wenn dies aber nicht gelingt, wird unter Umstnden die Aggressivitt (morden, sexuelle Gewalttaten) nach aussen gewendet in Form einer Abspaltung, einer Projektion der Autodestruktivitt mit dem Wunsch, die Spannung zu lindern. Diese Autodestruktivitt ist das Resultat einer Objektbeziehung. 2. Der Todestrieb hat nicht die Oberherrschaft und ist nicht irreversibel. Wenn es in der Analyse gelingt, den Konflikt in der bertragung zu interpretieren, kann sich die Destruktivitt in Eros verwandeln. Green denkt an Patienten, welche nach langer Arbeit nicht mehr suizidal sind, wenn auch nicht geheilt. Die Libido ist nie definitiv gehemmt, sondern es findet ein Balanceakt statt zwischen libidinsen und destruktiven Krften je nach Art des neuen Konfliktes. 3. Die Mischung zwischen Libido und Todestrieb befindet sich in einem labilen Gleichgewicht. Manchmal entmischt sich die Destruktivitt sichtbar und erscheint rein ohne libidinse Anteile. Marty beschreibt die somatischen Symptome als Form der Desorganisation. Es handelt sich um eine Arbeit der Nicht-Verbindung, der Dliaison und der Dsobjectalisation. 4. Der Todestrieb hngt massgeblich von der Objektbeziehung ab. Die Fhigkeit der Mutter zur Rverie trgt zur Triebmischung bei. Das psychische Funktionieren muss gedacht werden als eine Beziehung zwischen Trieb und Objekt, d.h. dass der Effekt der destruktiven Impulse zwar schon von den Trieben bestimmt wird, aber eben nicht nur. Green erwhnt hier den Intermedirraum von Winnicott, in welchem die bergangsphnomene stattfinden. Freud spricht im Zusammenhang von Lebenstrieb und Todestrieb von Bindung und Auflsen der Bindung. Bei der Bindung handelt es sich um Vereinheitlichung von psychischen Aktivitten, inbegriffen die Beziehung zum Objekt der Eros bewegt den Lebenstrieb oder die Liebe, d.h. das Leben hngt von der Liebe ab. Der Verlust der Liebe oder der drohende Liebesentzug kann eine tdliche Rolle spielen, fhrt zur Triebentmischung und entfesselt den Destruktionstrieb. 5. Der Todestrieb kann durch die Erfahrung der bertragung umgelagert werden in eine liebende Verbindung zu anderen Objekten. Leider gibt es auch die negative therapeutische Reaktion, in der sich die bertragung nicht herstellt und die Patienten bleiben unter dem Einfluss des Destruktionstriebes. 6. Die Wesensart des Analytikers beeinflusst auf gnstige oder ungnstige Weise die Analyse. Manchmal stossen wir Analytiker an unsere Grenzen und es ist dann nicht der Todestrieb der die Analyse behindert. Aber eindeutig hat die (klassische) Psychoanalyse ihre Grenzen in diesen Fllen. Der Todestrieb manifestiert sich verschiedenartig: somatisch mit fatalen somatischen Desorganisationen und psychisch mit den ausgesprochen rtselhaften Phnomenen des Masochismus und Narzissmus im Rahmen der Arbeit des Negativen. Die Zentralitt des Konzeptes des Destruktionstriebes: Green wiederholt an dieser Stelle, dass die Sexualtriebe, wie sie Freud in der "neuen Vorlesung zur Einfhrung in die Psychoanalyse" 1923 formulierte, nicht auf die Destruktionstriebe angewendet werden knnen. Freuds grossartige intuitive Spekulation war, dass es zwei grosse Bewegungen gibt das Leben, die Liebe einerseits und die Destruktion und der Tod anderseits. Zwar ist es schwer, sich einen Trieb in Richtung Tod vorzustellen, aber die Idee, dass etwas zum Tode drngt, bleibt gltig. Die psychoanalytischen Erfahrungen zeigen, dass nur ein Teil der psychischen Strukturen durch die Freudsche Psychoanalyse erfasst werden knnen, und dass es Flle gibt, die in der Psychoanalyse sich dieser Heilung widersetzen ("endliche und unendliche Analyse"). Zwar begegnet man den Destruktionstrieben in der psychoanalytischen Forschung, aber die Theoretisierung der Destruktionstriebe entzieht sich der bisherigen psychoanalytischen Erforschung. Auch die biologischen Spekulationen und die zahlreichen sozialwissenschaftlichen Beitrge zum Thema Aggressivitt liefern keine Hypothese, welche der Massivitt der Destruktivitt Rechnung tragen. Green findet die Konzepte der Destruktionstriebe unausweichlich beim Studium der Grenzfall-Patienten. Er konzipiere diese Phnomene aber anders als mit dem Freudschen Todestrieb. Er sagt, dass seine klinischen Erfahrungen aus psychoanalytischer Sicht zu Hypothesen fhren knnten, welche die Situation aufklren. Von den beiden massgeblichen Phnomenen der Selbstdestruktion einerseits und der nach aussen gerichteten Aggression anderseits, soll zuerst die Destruktivitt nach aussen behandelt werden. Es handelt sich nicht um jene Aggression, welche mit einem Lustgefhl einhergeht und im Dienste der sexuellen Triebe steht, sondern um jene Aggression, bei welcher der libidinse Besetzungsabzug vom Objekt auffllt. Es findet keine Identifikation mit dem Objekt statt, auf das die Aggressivitt gerichtet ist, viel mehr fllt die Indifferenz auf gegenber dem, was das Objekt empfinden knnte und der andere wird nicht mehr als hnlich erlebt. Dadurch wird er leicht zu einem Objekt von irgendeiner Destruktion. Dies findet ohne Schuldgefhle, aber auch ohne Freude statt. Dem anderen wird jegliche Humanitt abgesprochen, er ist die Ursache des Unglcks und muss um jeden Preis verschwinden, d.h. er soll sterben oder das Feld rumen, Ich, das Subjekt habe das Recht, allein zu sein. Man knnte sagen, dass der Besetzungsabzug vom Objekt, welches keinerlei Rechte mehr hat, die einzige Mglichkeit darstellen knnte, den Schuldgefhlen zu entgehen. Das Objekt wird zu einem Ding, wenn jene Art von aggressiver Destruktion vorherrscht. Green nennt dieses Phnomen die Dsobjectalisation und den Vorgang la fonction dsobjectalisante. Ganz anders wird in der libidinsen Funktionsweise die Psyche aufgebaut - Funktionen und Strukturen werden ber einen Prozess der Transformation in Objekte der Psyche verwandelt. Beispielsweise sagt Freud, kann das Ich zu einem Objekt werden um dieses zu ersetzen und es an seiner Stelle zu lieben. Die Objekte werden geliebt oder gehasst, ganz im Gegensatz zur Indifferenz. Diese Transformationen von Funktionen und Strukturen in Objekte nennt Green la fonction objectalisante. Das Objekt und der Trieb sind ein unzertrennliches Paar am Objekt manifestiert sich der Trieb: wenn es abwesend ist, wird ein Mangel erlebt oder wenn es anwesend ist, werden die Triebe befriedigt, das Objekt wird mit den Trieben besetzt. In der Besetzung dominiert die Libido, sei sie erotisch oder aggressiv. Die Destruktion erscheint entweder als integriert mit sexuellen Trieben verbunden, oder aber in Reinform entmischt, in diesem Fall ist eine Aktion nur mglich durch den affektiven Besetzungsabzug. In der Folge geht Greeen auf die nach innen gerichtete Destruktivitt ein. Ist die Beziehung zum Objekt zerstrt durch den Besetzungsabzug, ist dies verbunden mit einer narzisstischen Regression. Freud konzipiert den Narzissmus als positiv, als Narzissmus des Lebens, wo das Ich allein regiert, oder aber eine das Ich komplettierende Beziehung zu anderen hnlichen Ichs stattfindet; dieser Narzissmus tendiert zu einer Vereinheitlichung. Green sagt, dass Freud bei der Einfhrung des Todestriebes versumt habe zu erwhnen, dass dieser in der Theorie den Platz des Narzissmus einnehme. Neben dem Narzissmus des Lebens gibt es einen Narzissmus des Todes, der gegen Null tendiert. Diese destruktiven Krfte werden nicht mehr gegen das Objekt, sondern gegen das Ich gewendet, es wird eine Selbstvernichtung des Subjektes angestrebt. Die von Freud beschriebenen Mechanismen, Masochismus, Schuldgefhle und negative therapeutische Reaktionen, fhren zu einer Selbstzerstrung und verhindern die Entwicklung des Subjektes. Ein solcher Zustand wird durch permanentes Leiden unterhalten, schliesslich will das Subjekt das Leid beenden, indem es selber aufhrt zu existieren die Spannung vermindert sich auf Null. Bion formuliert das fundamentale Dilemma des menschlichen Subjektes: kann es die Frustration elaborieren oder muss es ihr entfliehen. Als Reinkultur des Todestriebes kann die Freudsche Melancholie angesehenwerde, auch gewisse Formen von Suizid, die Anorexie und andere psychosomatische Erkrankungen, welche eine zwanghafte Selbstdestruktion aufzeigen, gehren hier dazu. Green sagt, es wre zu einfach zu sagen, der Eros fhre zu einer Bindung und die destruktiven Triebe zu einer Lsung der Bindung vielmehr besteht der Eros aus einer Kombination von Bindung und Entbindung bzw. Mischung und Entmischung, es ist ein dynamischer Zustand. Wenn die Entmischung nur partiell temporr und begrenzt ist, kann eine neue Bindung stattfinden. Wenn hingegen die Dliaision die Destruktionstriebe berwindet, oszilliert die Bewegung Richtung Besetzungsabzug und Autodestruktion jenseits der Freuden des Masochismus. Green fragt sich an dieser Stelle nun wieder, wie es mit der Spannungsverminderung aussieht. Er macht geltend, dass er Freuds Hypothese, welche zur unanimierten Materie zurck kehre, nun widerlegt habe bzw. re-interpretiert habe. Schon am Anfang der Psychoanalyse wird der Mechanismus beschrieben, der zu einer Spannungsverminderung fhrt, nmlich die verschiedenen Formen der Verdrngung, bei welchen die Erregung der Unlust aus dem Bewusstsein entfernt wird. Auch bei der Arbeit des Negativen wird versucht, das Bewusstsein von schmerzhaften Spannungen zu verschonen allerdings mit dem Preis einer Verstmmelung der psychischen Integritt und das Verdrngte taucht doch immer wieder auf ("die Verneinung" 1925). Die Arbeit des Negativen kann nur im Zusammenhang mit den Destruktionstrieben gesehen werden. Ein weiteres Phnomen beim Studium der Grenzflle kann man im Bereich des Denkens entdecken: man findet eine selbst verstmmelnde Tendenz im Hinblick auf das Denken. Im Vorgang der negativen Halluzination dissoziiert das Subjekt die Beziehung zwischen den Worten und ihrer Interpretation. Dieses Phnomens kann regelmssig im Zusammenhang mit dem Wiederholungszwang wahrgenommen werden, es ist sterilisierend und tdlich, wenn die Kohrenz verloren geht. Zusammenfassend sagt Green, dass die von Freud entdeckten Mechanismen des Masochismus, des Wunsches nach Selbstbestrafung und die negativen therapeutischen Reaktionen zusammen die Arbeit des Negativen reflektieren und zu einer stndigen Wiederholung jenseits der Lust fhren. Aufgrund seiner langjhriger psychoanalytischen Erfahrung scheint somit Freuds letzte Triebtheorie sehr begrndet zu sein, aber Green grenzt sich ab von den Konsequenzen, die Freud daraus zieht (Rckkehr zur unanimierten Materie). Zum Schluss sagt Green, wenn Freud nur mehr klinische Erfahrung gesammelt htte, wre er auch auf diese Erkenntnisse gestossen. Karin Dreiding, Mrz 2009     Der Tod im Leben einige Stichworte/Markierungspunkte zum Todestrieb PAGE  PAGE 6 QRv        $ + 0 > ? 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